Zu meinen Überlegungen - Werken mit Ton
Mittels Ton, Glasur und Feuer schöpfst Du Neues und verwandelst damit ein Stück weit auch Dich selbst.
Entschleunigen statt konsumieren
Aus selbst gestalteten Tellern zu essen, statt aus industrieller Massenware, erweitert den Gaumenschmaus auch für Deine Gäste. Langsam und sorgfältig Gestaltetes befriedigt Dich und freut auch die Beschenkten.
Sich verbinden und erden
Der direkte Kontakt mit dem feuchten Ton verbindet Mensch und Materie und bringt Dich zur Ruhe.
Unvorhergesehenes akzeptieren
Wenn Du das perfekte Ziel loslässt, schaffst Du Raum für beglückende Kreationen. Die Eigenwilligkeit des Materials erfordert Respekt. Töpfern lehrt Dich, Unvorhergesehenes, ob Risse oder überraschende Farbtöne, zu akzeptieren.
Unvollkommenes wertschätzen
Die japanische Philosophie der Töpferkunst schätzt die Schönheit im Unvollkommenen (Wabi-Sabi). Sie feiert Sprünge oder Brüche und hebt sie durch kostbare Reparatur hervor, statt sie zu verstecken (Kintsugi).
Greifbares schaffen
Die Töpferei setzt der zunehmenden Virtualität unserer Wirklichkeit etwas Handfestes entgegen. Aus natürlichen Materialien erschaffst Du ein schönes, greifbares und dauerhaftes Produkt.
Schritt für Schritt zum Ton-Objekt
Was willst du erschaffen? Wie findet Deine Idee die gewünschte Form? Lass Dir Zeit, probiere aus und finde das Gefühl fürs Material. Der Prozess der Keramik lässt sich nicht beschleunigen.
Wir beginnen mit einfachen Formen und Techniken. Ein erstes Objekt entsteht. Nach dem Trocknen wird dessen Oberfläche versäubert und nach Belieben mit Engobe bemalt. Dann kommt das Produkt 24 Stunden in den Schürbrand. Später wird die gebrannte Form glasiert und zum zweiten Mal gleich lang im Nieder- oder Steinzeugbrand gebrannt. Zuletzt kannst du dein Produkt dokumentieren und deine Freude mit Freunden teilen.
Über mich
Mit Freude und Leidenschaft töpfere ich seit gut 20 Jahren. Mir entspricht das Material Ton sehr. In meinem Erwerbsleben war ich abends nach der Arbeit oft ausgelaugt und konnte mich beim Keramikwerken richtig gut entspannen und neue Kräfte sammeln. Das erdige Material half mir, mich selber zu erden, den Kopf abzuschalten und den Händen freien Lauf zu lassen! Genau dieses Gefühl des Loslassens möchte ich gerne bei anderen wecken! Inzwischen habe ich mir einige Techniken angeeignet und weiss diese zu vermitteln. Auch liegt es mir, bei der Umsetzung von Keramikideen unterstützend mitzuwirken.
Bevor ich lange Zeit in der sozialen Arbeit beruflich tätig war, habe ich eine Kunstausbildung absolviert. Gruppen begleiten und künstlerisches Schaffen sind mir vertraut. Ich freue mich auf dich und deine Ideen
Ruth Keller